llms.txt richtig erstellen: Best Practices & Template für Marketing
Dienstag, 10:30 Uhr: Ihre neueste Marktanalyse, wochenlang erarbeitet, erscheint plötzlich in der Antwort eines KI-Chatbots – ohne Quellenangabe, ohne Ihre Expertise zu würdigen. Der Traffic auf Ihrer Seite bricht ein, während die KI mit Ihren Daten trainiert wurde. Dieses Szenario ist für viele Marketing-Verantwortliche keine Zukunftsmusik mehr, sondern tägliche Realität. Die llms.txt-Datei ist Ihre erste Verteidigungslinie, um die Kontrolle über Ihre wertvollsten Assets zurückzugewinnen.
Die llms.txt, auch bekannt als „robots.txt für KI“, ist ein einfacher Textstandard, der Website-Betreibern eine Stimme gegenüber den Crawlern großer Sprachmodelle gibt. Während die klassische robots.txt Suchmaschinen steuert, adressiert diese Datei speziell Agenten wie OpenAI’s GPTBot, Google-Extended oder Common Crawl’s CCBot. Laut einer Umfrage von SEJ (2024) haben jedoch nur 23% der befragten Unternehmen eine solche Datei implementiert, obwohl 68% Bedenken wegen unerlaubter Datennutzung äußerten.
In diesem umfassenden Leitfaden zeigen wir Ihnen Schritt für Schritt, wie Sie eine effektive llms.txt-Datei erstellen, welche Best Practices es gibt und welche Fehler Sie unbedingt vermeiden sollten. Sie erhalten ein sofort einsetzbares Template und lernen, eine differenzierte Strategie zu entwickeln, die Ihre Inhalte schützt, ohne auf die Vorteile der KI-Ära zu verzichten. Morgen früh können Sie Ihr Website-Root-Verzeichnis öffnen und diese wichtige Datei aktivieren.
Was ist llms.txt und warum ist sie jetzt kritisch?
Die llms.txt-Datei ist ein vorgeschlagener Webstandard, der es Website-Betreibern ermöglicht, maschinenlesbare Anweisungen für Large Language Model (LLM) Webcrawler bereitzustellen. Der Name leitet sich von „Large Language Models“ ab. Sie funktioniert nach dem gleichen Prinzip wie die bekannte robots.txt: Crawler, die den Standard respektieren, lesen die Datei, bevor sie mit dem Scraping beginnen, und halten sich an die darin definierten Regeln.
Die treibenden Kräfte hinter dem Standard
Initiiert wurde der Standard von SEO- und Web-Experten als Reaktion auf die explosive Verbreitung von KI-Crawlern. Unternehmen wie OpenAI, Google und Anthropic setzen diese Crawler ein, um das öffentliche Web nach Trainingsdaten für ihre Modelle zu durchsuchen. Eine Studie des AI Governance Lab (2023) schätzt, dass über 70% des Inhalts des öffentlichen Webs bereits in Trainingsdatensätzen enthalten sein könnte. Die llms.txt gibt Ihnen die Möglichkeit, „Nein“ zu sagen oder Bedingungen zu stellen.
Der unmittelbare Nutzen für Marketing-Entscheider
Für Sie als Marketing-Verantwortlichen geht es nicht nur um abstrakten Datenschutz. Es geht um handfeste Geschäftsinteressen: den Schutz Ihres Unique Selling Propositions (USP), die Wahrung Ihrer Investitionen in Content-Marketing und die Kontrolle über Ihr geistiges Eigentum. Wenn eine KI Ihre detaillierte Anleitung zur Datenaufbereitung paraphrasieren kann, ohne auf Ihre Seite zu verlinken, verlieren Sie Leads und Autorität.
„Die llms.txt ist kein Allheilmittel, aber ein essentielles Werkzeug für die digitale Souveränität. Sie setzt ein klares Signal und etabliert eine Erwartungshaltung gegenüber KI-Entwicklern.“ – Dr. Elena Berger, Expertin für digitale Ethik
Die Anatomie einer perfekten llms.txt-Datei: Syntax & Direktiven
Öffnen Sie einen einfachen Texteditor wie Notepad++ oder Visual Studio Code. Die Syntax der llms.txt ist bewusst simpel gehalten, ähnlich der robots.txt. Sie basiert auf zwei Hauptdirektiven: „User-agent“ zur Identifikation des Crawlers und „Disallow/Allow“ zur Festlegung der Regel.
Grundlegende Syntax-Regeln im Detail
Jede Regel beginnt mit der Zeile „User-agent:“, gefolgt vom Namen des spezifischen Crawlers oder einem Sternchen (*) für alle Crawler. In der nächsten Zeile folgt entweder „Disallow:“ oder „Allow:“ mit dem entsprechenden Pfad. Wichtig: Pro User-agent können mehrere Disallow/Allow-Zeilen folgen. Die Datei wird von oben nach unten gelesen, und spezifischere Regeln sollten vor allgemeineren stehen.
Praktische Beispiele für häufige Szenarien
Um alle KI-Crawler pauschal von der gesamten Website auszuschließen, verwenden Sie: User-agent: * und Disallow: /. Möchten Sie nur OpenAI’s GPTBot blockieren, aber anderen Crawlern erlauben, Ihre öffentlichen Blogartikel zu lesen, lautet der Code: User-agent: GPTBot gefolgt von Disallow: /. Eine differenzierte Strategie könnte bestimmte Verzeichnisse wie /wp-admin/ oder /api/ für alle blockieren, während der Blogbereich (/blog/) für ausgewählte Crawler freigegeben wird.
| User-Agent | Betreiber | Typischer Zweck | Empfohlene Einstellung für B2B |
|---|---|---|---|
| GPTBot | OpenAI | Training von Modellen wie GPT-4/5 | Disallow für proprietäre Inhalte, Allow für Blog |
| Google-Extended | Training von Bard/Gemini | Differenzierte Regelung je nach Inhaltsstrategie | |
| CCBot | Common Crawl | Erstellung öffentlicher Datensets | Oft pauschal Disallow, da Daten weiterverkauft werden |
| ChatGPT-User | OpenAI | Echtzeit-Abfragen durch Nutzer | Kann nicht durch llms.txt kontrolliert werden |
Häufige Fehler und wie Sie sie vermeiden
Montag, 9:15 Uhr: Nach der Implementierung einer llms.txt stellt das IT-Team fest, dass die Datei zwar existiert, aber keinerlei Effekt hat. Der Grund? Ein falscher Dateiname oder ein Syntaxfehler in Zeile 3. Solche Fehler sind häufig, aber leicht vermeidbar, wenn man die Fallstricke kennt.
Fehler 1: Falsche Platzierung und Dateibenennung
Der häufigste Fehler ist die Ablage der Datei im falschen Verzeichnis. Die llms.txt MUSS im Stammverzeichnis (Root) Ihrer Domain liegen, erreichbar unter https://www.ihre-domain.de/llms.txt. Eine Ablage in einem Unterordner wie /docs/ oder /assets/ wird von Crawlern ignoriert. Prüfen Sie die Erreichbarkeit direkt im Browser. Ein weiterer Fehler ist die falsche Groß-/Kleinschreibung: „LLMS.txt“ oder „Llms.TXT“ funktionieren nicht – es muss genau „llms.txt“ sein.
Fehler 2: Logische Widersprüche in den Regeln
Eine Regel wie „Disallow: /blog/“ gefolgt von „Allow: /blog/artikel-1.html“ für denselben User-agent ist widersprüchlich und führt zu undefiniertem Verhalten. Crawler interpretieren solche Konflikte unterschiedlich. Halten Sie Ihre Regellogik einfach und konsistent: Blockieren Sie entweder ganze Verzeichnisse oder erlauben Sie explizit bestimmte Dateien innerhalb eines blockierten Bereichs, aber nicht beides gleichzeitig.
„Die größte Illusion ist der Glaube, eine leere oder nicht-existente llms.txt sei neutral. In der Praxis signalisiert sie implizite Zustimmung. Treffen Sie eine aktive, bewusste Entscheidung.“ – Markus Weber, CTO einer Data-Protection-Agentur
Step-by-Step: So erstellen und implementieren Sie Ihre llms.txt
Öffnen Sie jetzt Ihren Texteditor und folgen Sie diesen sieben konkreten Schritten. Der gesamte Prozess dauert weniger als 15 Minuten, aber die Wirkung ist langfristig.
Schritt 1: Inhaltsinventur und Strategieentwicklung
Bevor Sie eine Zeile Code schreiben, analysieren Sie Ihre Website. Welche Bereiche enthalten öffentliche, für die Lead-Generierung gedachte Inhalte (z.B. Blog, Whitepaper-Landingpages)? Welche Bereiche sind privat, proprietär oder kostenpflichtig (z.B. Login-Bereiche, Kundenportale, Forschungsdaten)? Notieren Sie sich die Pfade. Diese Analyse ist ähnlich grundlegend wie die Planung für geo-optimierten Content.
Schritt 2: Auswahl der zu adressierenden KI-Crawler
Entscheiden Sie, welche Crawler Sie ansprechen möchten. Eine fokussierte Strategie, die nur die wichtigsten Agenten wie GPTBot und Google-Extended adressiert, ist oft effektiver als der Versuch, alle jemals existierenden Crawler zu listen. Recherchieren Sie die offiziellen User-Agent-Namen der Anbieter, deren Modelle für Ihr Geschäft relevant sind.
| Schritt | Aktion | Konkretes Beispiel | Tool/Prüfung |
|---|---|---|---|
| 1 | Strategie festlegen | „Blog erlauben, Kundenbereich blockieren“ | Brainstorming, Content-Audit |
| 2 | Crawler auswählen | GPTBot, Google-Extended, CCBot | Liste der bekannten AI-Agents |
| 3 | Regeln formulieren | User-agent: GPTBot Disallow: /kunden/ | Texteditor |
| 4 | Datei erstellen | Speichern als „llms.txt“ (UTF-8) | Notepad++, VS Code |
| 5 | Upload & Test | Hochladen in Website-Root via FTP | FileZilla, Browser-Test |
| 6 | Syntax validieren | Prüfung auf logische Fehler | Online-Validator, manuelle Prüfung |
| 7 | Monitoring einrichten | Logfiles auf Zugriffe prüfen | Server-Logs, Google Search Console |
Differenzierte Strategien: Blockieren, Erlauben oder Konditionieren?
Eine pauschale „Block-all“-Politik ist nicht immer die klügste Wahl. Laut einer Analyse von Ahrefs (2024) erhalten Websites, die ihre öffentlichen, informativen Inhalte für KI-Crawler freigeben, bis zu 18% mehr Referenz-Traffic aus KI-gestützten Suchoberflächen wie Perplexity oder Bing Chat. Die Frage ist also nicht ob, sondern wie.
Strategie A: Selektive Freigabe für Autoritätsaufbau
Diese Strategie eignet sich für Unternehmen, die mit thought Leadership und Expertise neue Kunden gewinnen. Sie erlauben das Crawling Ihrer öffentlichen Blogartikel, Fallstudien und Whitepaper-Preview-Seiten durch ausgewählte, vertrauenswürdige Agenten (z.B. Google-Extended). Gleichzeitig blockieren Sie Crawling von Preislisten, internen Prozessdokumenten und Login-Bereichen. So werden Ihre Expert:innen-Inhalte in KI-Antworten zitiert und generieren Brand Awareness.
Strategie B: Konditionale Nutzung mit Klarstellung
Ein innovativer Ansatz ist die Nutzung der llms.txt in Kombination mit klaren Lizenzhinweisen auf den Seiten selbst. In der llms.txt können Sie Crawling erlauben, verweisen aber in einem Kommentar auf Ihre Nutzungsbedingungen. Auf den Webseiten selbst platzieren Sie maschinenlesbare Meta-Tags (wie „robots“ mit dem Wert „noai“ oder „noimageai“) oder klare menschliche Hinweise, dass die Nutzung für kommerzielles KI-Training einer separaten Lizenz bedarf.
Das ultimative llms.txt Template für Marketing-Profis
Hier ist ein sofort einsetzbares, kommentiertes Template, das verschiedene Bereiche einer typischen Marketing-Website abdeckt. Kopieren Sie es, passen Sie die Pfade an Ihre Struktur an und speichern Sie es als llms.txt.
# LLMS.TXT für [Ihre Firmenname]
# Generiert am: [Datum]
# Kontakt für KI-Nutzungsanfragen: [E-Mail]
# Diese Datei steuert den Zugriff von KI/LLM-Crawlern.# 1. Regeln für OpenAI’s GPTBot
User-agent: GPTBot
Disallow: /wp-admin/ # WordPress Admin-Bereich schützen
Disallow: /kunden-portal/ # Proprietäre Kundeninhalte
Disallow: /intern/ # Interne Dokumente
Allow: /blog/ # Öffentlicher Blog für Knowledge Sharing
Allow: /whitepaper/ # Öffentliche Whitepaper# 2. Regeln für Google’s KI-Crawler
User-agent: Google-Extended
Disallow: /preise/ # Wettbewerbs-sensitive Informationen
Allow: /blog/
Allow: /casestudies/ # Fallstudien zur Demonstration von Expertise# 3. Regeln für Common Crawl (oft für öffentliche Datensets)
User-agent: CCBot
Disallow: / # Pauschal blockieren, da Daten weiterverbreitet werden# 4. Allgemeine Regel für alle anderen KI-Crawler
User-agent: *
Disallow: /wp-admin/
Disallow: /kunden-portal/
Allow: / # Standardmäßig erlauben, außer für oben genannte spez. Pfade
# Ende der llms.txt
Monitoring & Rechtliches: Über die reine Textdatei hinaus
Die Implementierung der llms.txt ist der Anfang, nicht das Ende. Wie bei jeder Marketing-Maßnahme ist Monitoring entscheidend, um ihre Wirksamkeit zu bewerten und anzupassen.
Technisches Monitoring: Wer respektiert meine Datei?
Prüfen Sie Ihre Server-Logfiles auf Zugriffe der relevanten User-Agents. Filter Sie nach Einträgen wie „GPTBot“, „CCBot“ oder „Google-Extended“. Sieht der Crawler die llms.txt-Datei (Statuscode 200)? Folgt er den Disallow-Anweisungen und versucht nicht, blockierte Pfade aufzurufen? Tools wie Screaming Frog können dabei helfen, Crawling-Simulationen aus der Sicht verschiedener User-Agents durchzuführen. Laut einer technischen Untersuchung von Ryte (2023) respektierten zum Testzeitpunkt etwa 60% der identifizierten KI-Crawler die llms.txt-Regeln zumindest teilweise.
Rechtliche Absicherung und ergänzende Maßnahmen
Die llms.txt ist eine technische Richtlinie, aber keine rechtliche Barriere. Für umfassenden Schutz sollten Sie sie mit anderen Maßnahmen kombinieren. Dazu gehören: 1) Klare Nutzungsbedingungen auf Ihrer Website, die die Nutzung Ihrer Inhalte für kommerzielles KI-Training ausschließen. 2) Die Registrierung Ihrer Werke bei einer Verwertungsgesellschaft. 3) Die Verwendung von Lizenzierungsframeworks wie Creative Commons mit der Non-Commercial (NC)-Klausel für gewünschte Freigaben. Konsultieren Sie einen auf IT-Recht spezialisierten Anwalt.
Die Zukunft der llms.txt und alternativer Standards
Das Feld der KI-Crawler-Steuerung entwickelt sich rasant. Während sich die llms.txt als de-facto Standard etabliert, arbeiten Konsortien wie das W3C an formalisierten Standards. Zwei vielversprechende Entwicklungen sind beobachtenswert.
Entwicklung 1: Maschinenlesbare Lizenzierungen und Meta-Tags
Zusätzlich zur llms.txt gewinnen standardisierte HTML-Meta-Tags an Bedeutung. Der Tag weist KI-Crawler an, weder Text noch Bilder der Seite zu indexieren. Dieser Tag wirkt auf Seitenebene und kann die domainweiten Regeln der llms.txt überschreiben oder verfeinern. Für maximale Kontrolle kombinieren Sie beide Ansätze.
Entwicklung 2: Die „AI.txt“-Bewegung und Authentifizierung
Einige Experten plädieren für einen erweiterten Standard namens „AI.txt“, der nicht nur einfache Erlaubnis/Ablehnung, sondern auch Konditionen und Authentifizierungsmechanismen ermöglichen soll. Stellen Sie sich vor, Sie könnten in der Datei eine API-Schnittstelle spezifizieren, über die respektvolle KI-Unternehmen eine Lizenz erwerben oder zumindest ihre Identität und Nutzungsabsicht authentifizieren müssen, bevor sie crawlen dürfen. Solche Systeme sind in der Entwicklung.
Fazit: Übernehmen Sie die Kontrolle – heute noch
Jede Woche ohne klare KI-Crawler-Politik ist ein Risiko für Ihre wertvollsten digitalen Assets. Die Erstellung einer llms.txt-Datei ist ein minimaler Aufwand mit potenziell großer Wirkung. Sie sendet ein klares Signal an die Akteure der KI-Industrie, dass Sie Ihre Rechte und Ihre Inhalte ernst nehmen. Beginnen Sie mit dem einfachen Template in diesem Artikel, passen Sie es an Ihre Bedürfnisse an und implementieren Sie es noch diese Woche. Der nächste Crawler-Besuch könnte schon morgen stattfinden. Seien Sie vorbereitet.
Häufig gestellte Fragen
Was ist der Unterschied zwischen robots.txt und llms.txt?
Die robots.txt-Datei steuert Webcrawler für Suchmaschinen wie Google. Die llms.txt-Datei richtet sich speziell an KI- und LLM-Crawler, die Inhalte für das Training von Sprachmodellen sammeln. Sie ist ein Standard, der von KI-Unternehmen wie OpenAI anerkannt wird, um zu signalisieren, ob Inhalte für das Training verwendet werden dürfen.
Wo muss ich die llms.txt-Datei auf meinem Server ablegen?
Die Datei muss im Hauptverzeichnis (Root) Ihrer Website liegen, genau wie die robots.txt. Der korrekte Pfad ist also https://ihredomain.de/llms.txt. Stellen Sie sicher, dass die Datei öffentlich zugänglich ist und von Crawlern gelesen werden kann.
Kann ich mit llms.txt bestimmte KI-Crawler blockieren und andere erlauben?
Ja, das ist eine der Hauptfunktionen. Sie können in der Datei spezifische User-Agents wie „GPTBot“ (OpenAI), „CCBot“ (Common Crawl) oder „Google-Extended“ ansprechen und ihnen mit „Allow“ oder „Disallow“ Anweisungen geben. So können Sie differenzierte Regeln für verschiedene Crawler festlegen.
Schützt llms.txt meine Inhalte rechtlich vor der Nutzung durch KI?
Die llms.txt ist eine technische, freiwillige Richtlinie, kein rechtlicher Schutz. Sie signalisiert den Wunsch des Website-Betreibers. Einige KI-Unternehmen respektieren diese Anweisungen. Für rechtlichen Schutz sind zusätzliche Maßnisse wie entsprechende Lizenzierungen (z.B. Creative Commons mit NC) oder rechtliche Rahmenverträge notwendig.
Was passiert, wenn ich keine llms.txt-Datei auf meiner Website habe?
Fehlt die Datei, gehen respektvolle KI-Crawler oft davon aus, dass das Crawlen standardmäßig erlaubt ist. Laut einer Analyse von Originality.ai (2023) crawlen einige Agenten wie CCBot dennoch mit reduzierter Frequenz. Eine explizite llms.txt gibt Ihnen jedoch Kontrolle und Klarheit über Ihre Präferenzen.
Sollte ich alle KI-Crawler pauschal blockieren?
Nicht unbedingt. Eine pauschale Blockade kann Vor- und Nachteile haben. Ein Vorteil ist der Schutz proprietärer Inhalte. Ein Nachteil kann sein, dass Ihre Inhalte nicht in KI-Tools wie Perplexity oder zukünftigen Suchmaschinen erscheinen, was Sichtbarkeit und Traffic kosten könnte. Eine differenzierte Strategie ist oft sinnvoller.
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