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Open Graph Tags: So setzt du sie richtig ein

Wie setzt du Open Graph Tags richtig ein damit dein Content in Social Media und KI-Suche performt?

Open Graph Tags sind Meta-Tags im <head> einer Seite, die festlegen, mit welchem Titel, welchem Bild, welcher Beschreibung und welcher URL ein Link in sozialen Netzwerken wie Facebook oder LinkedIn als Vorschau erscheint. Laut der Spezifikation auf ogp.me braucht jede Seite vier Pflicht-Tags: og:title, og:type, og:image und og:url. Richtig eingesetzt heißt: pro Seite eigene Werte, ein Bild im Format 1,91:1 mit mindestens 1200 × 630 Pixeln und ein Test mit den Prüfwerkzeugen der Plattformen, bevor du den Link teilst.

Open Graph ist in erster Linie für Social-Media-Vorschauen gebaut. Ob und wie KI-Systeme wie ChatGPT oder Perplexity OG-Tags auswerten, ist nicht dokumentiert. Dazu weiter unten mehr.

Was sind Open Graph Tags?

Das Open Graph Protocol wurde ursprünglich bei Facebook entwickelt und ist auf ogp.me als offene Spezifikation beschrieben. Es macht aus einer beliebigen Webseite ein Objekt mit festen Eigenschaften, das Plattformen beim Teilen auslesen. Die Tags stehen als <meta property="og:…" content="…"> im Kopfbereich der Seite.

Fehlen die Tags, rät die Plattform. Meta schreibt dazu, dass der Facebook-Crawler ohne Open Graph Tags Titel, Beschreibung und Vorschaubild mit internen Heuristiken schätzt (Meta: A Guide to Sharing for Webmasters). Das Ergebnis ist oft ein zufälliges Logo, ein abgeschnittener Titel oder gar kein Bild.

Die wichtigsten Open Graph Tags im Überblick

TagStatus laut ogp.meWas du einträgst
og:titlePflichtTitel der Seite, ohne angehängten Markennamen (so empfiehlt es Meta)
og:typePflichtz. B. website für normale Seiten, article für Blogartikel
og:imagePflichtabsolute URL des Vorschaubilds
og:urlPflichtkanonische URL ohne Tracking-Parameter
og:descriptionoptional, empfohlenein bis zwei Sätze zum Inhalt
og:site_nameoptional, empfohlenName der Website
og:localeoptional, empfohlenSprache und Region, z. B. de_DE (Standard ist en_US)
og:image:altempfohlen, wenn og:image gesetzt istBeschreibung dessen, was auf dem Bild zu sehen ist

Für Artikel definiert ogp.me zusätzlich den Namensraum article: mit Eigenschaften wie article:published_time, article:modified_time, article:author, article:section und article:tag. Seiten ohne eigenes Markup behandelt die Spezifikation als Typ website.

Code-Beispiel für einen Blogartikel

So sieht ein vollständiger Satz für einen deutschsprachigen Artikel aus:

<meta property="og:title" content="Open Graph Tags richtig einsetzen" />
<meta property="og:type" content="article" />
<meta property="og:url" content="https://www.example.com/blog/open-graph-tags" />
<meta property="og:image" content="https://www.example.com/img/og-open-graph.jpg" />
<meta property="og:image:width" content="1200" />
<meta property="og:image:height" content="630" />
<meta property="og:image:alt" content="Linkvorschau mit Bild, Titel und Beschreibung" />
<meta property="og:description" content="Welche Tags Pflicht sind, welche Bildgröße passt und wie du die Vorschau testest." />
<meta property="og:site_name" content="Beispiel GmbH" />
<meta property="og:locale" content="de_DE" />
<meta property="article:published_time" content="2026-09-28T12:00:00+02:00" />
<meta property="article:modified_time" content="2026-09-28T12:00:00+02:00" />

Für X (ehemals Twitter) setzt du zusätzlich mindestens <meta name="twitter:card" content="summary_large_image" />, damit dort die große Bildvorschau erscheint.

Bildgrößen: Was Facebook und LinkedIn vorgeben

Das Vorschaubild entscheidet über den ersten Eindruck. Die Vorgaben der Plattformen liegen nah beieinander:

PlattformEmpfohlenGrenzen
Facebook (Meta)mindestens 1200 × 630 px, Seitenverhältnis möglichst 1,91:1Minimum 200 × 200 px, maximal 8 MB; unter 600 × 315 px wird das Bild deutlich kleiner angezeigt
LinkedInmindestens 1200 × 627 px, Seitenverhältnis 1,91:1maximal 5 MB; Bilder unter 401 px Breite erscheinen nur als Thumbnail

Quellen: Meta: Images in Link Shares und LinkedIn Hilfe: Making your website shareable on LinkedIn. Ein Bild mit 1200 × 630 px im Format 1,91:1 deckt beide Plattformen ab. Halte wichtige Inhalte wie Text oder Logo mittig, damit bei unterschiedlichen Darstellungen nichts Wesentliches abgeschnitten wird.

Setze außerdem og:image:width und og:image:height. Laut Meta kann der Crawler das Bild dann schon beim ersten Teilen darstellen, ohne es erst asynchron zu laden.

So testest du deine Open Graph Tags

  1. Quelltext prüfen: Rufe die Seite auf und suche im Quelltext nach og:. Stehen die Tags im ausgelieferten HTML? Tags, die erst per JavaScript nachgeladen werden, sehen viele Crawler nicht.
  2. Meta Sharing Debugger: Gib die URL im Sharing Debugger ein. Er zeigt, welche Tags der Crawler liest, meldet Fehler und löst ein neues Auslesen der Seite aus.
  3. LinkedIn Post Inspector: Der Post Inspector zeigt die Vorschau so, wie LinkedIn sie erzeugt, und aktualisiert veraltete Daten.
  4. Erreichbarkeit prüfen: Erscheint trotz korrekter Tags kein Bild, blockiert oft die Website den Abruf, etwa durch einen Passwortschutz, eine Firewall oder eine Bot-Sperre. Darauf weist auch LinkedIn in seiner Hilfe hin.

Warum eine geänderte Vorschau nicht sofort erscheint

Plattformen speichern Vorschaudaten zwischen. Meta cacht Bilder anhand ihrer URL: Tauschst du das Bild unter derselben URL aus, bleibt das alte sichtbar. Die Lösung laut Meta: neues Bild unter neuer URL ablegen, das alte nicht löschen, weil bestehende Beiträge darauf verweisen, und die Seite anschließend im Sharing Debugger neu auslesen lassen. Bereits geteilte Beiträge aktualisieren sich dadurch nicht automatisch.

Die häufigsten Fehler

  • Überall dieselben Werte: Ein globales og:title und og:image für die ganze Website führt dazu, dass jede Unterseite gleich aussieht.
  • Relative Bildpfade: og:image braucht eine vollständige URL mit https.
  • og:url mit Parametern: Meta empfiehlt die kanonische URL ohne Session- oder Tracking-Parameter, damit sich Interaktionen auf eine Adresse bündeln.
  • Doppelte Tags: Theme und SEO-Plugin setzen beide OG-Tags, die Plattform nimmt dann womöglich die falschen. Prüfe den Quelltext auf Dubletten.
  • Zu kleines oder falsch geschnittenes Bild: Unter den Mindestgrößen erscheint nur ein Thumbnail oder gar kein Bild.

In WordPress übernehmen SEO-Plugins wie Yoast SEO oder Rank Math die OG-Tags; in Frameworks wie Next.js setzt du sie über die Metadaten der jeweiligen Seite. Wichtig ist in beiden Fällen, dass pro Seite eigene Werte gesetzt werden.

Nutzen Google und KI-Systeme Open Graph Tags?

Für Google gibt es zwei belegte Stellen. Beim Erzeugen der Titel-Links in den Suchergebnissen berücksichtigt Google unter anderem den Inhalt von og:title (Google Search Central: Title links). Für den angezeigten Website-Namen zieht Google neben WebSite-Markup und dem title-Element auch og:site_name heran. Ein Rankingfaktor sind OG-Tags damit nicht, aber sie sollten zu deinem title-Tag passen.

Für ChatGPT, Perplexity, Claude oder Google AI Overviews gibt es keine öffentliche Dokumentation, dass OG-Tags die Auswahl oder Zitierung von Quellen beeinflussen. Behauptungen, Open Graph verbessere die KI-Sichtbarkeit messbar, sind nicht belegt. Sinnvoll ist trotzdem, dass og:title und og:description dieselbe Aussage treffen wie dein Seitentitel und dein Einstieg. Widersprüchliche Angaben helfen keinem System. Mehr Wirkung für KI-Antworten hat ein zitierfähiger Inhalt: eine direkte Antwort am Seitenanfang, klare Fakten und passende strukturierte Daten per JSON-LD. Wie zitierfähig einzelne Abschnitte deiner Seite sind, prüfst du mit dem Zitierfähigkeits-Check. Ob KI-Crawler deine Website überhaupt lesen dürfen und wie gut sie technisch aufgestellt ist, zeigt der kostenlose GEO-Check. Wie du Social-Kanäle für die Sichtbarkeit in KI-Antworten nutzt, steht im Beitrag zu LinkedIn und Social Media für GEO.

Checkliste: Open Graph Tags richtig einsetzen

  • og:title, og:type, og:image und og:url auf jeder Seite gesetzt
  • og:description, og:site_name und og:locale ergänzt
  • Werte pro Seite individuell, passend zu title-Tag und Einstieg
  • Bild mit 1200 × 630 px, Format 1,91:1, unter 5 MB, absolute https-URL
  • og:image:width, og:image:height und og:image:alt gesetzt
  • twitter:card für X ergänzt
  • Tags im ausgelieferten HTML, keine Dubletten
  • Vorschau im Sharing Debugger und im Post Inspector geprüft

Häufige Fragen zu Open Graph Tags

Was sind Open Graph Tags?

Open Graph Tags sind Meta-Tags im Kopfbereich (head) einer Webseite, die festlegen, wie ein geteilter Link in sozialen Netzwerken als Vorschau erscheint: mit Titel, Bild, Beschreibung und URL. Das Protokoll wurde ursprünglich bei Facebook entwickelt und ist auf ogp.me spezifiziert.

Welche Open Graph Tags sind Pflicht?

Laut ogp.me sind vier Eigenschaften Pflicht: og:title, og:type, og:image und og:url. Empfohlen sind außerdem og:description, og:site_name, og:locale und, wenn ein Bild gesetzt ist, og:image:alt.

Wie prüfe ich meine Open Graph Tags?

Schau zuerst in den Quelltext der Seite, ob die og:-Tags im ausgelieferten HTML stehen. Danach testest du die URL im Sharing Debugger von Meta und im Post Inspector von LinkedIn. Beide zeigen die erzeugte Vorschau und lesen die Seite neu aus.

Welche Bildgröße brauche ich für og:image?

Ein Bild mit 1200 × 630 Pixeln im Seitenverhältnis 1,91:1 passt für Facebook und LinkedIn. Meta erlaubt maximal 8 MB, LinkedIn maximal 5 MB. Bleib also unter 5 MB.

Was bedeutet OG in SEO?

OG steht für Open Graph. Die Tags steuern vor allem die Vorschau beim Teilen in sozialen Netzwerken und sind kein Rankingfaktor. Google berücksichtigt og:title laut eigener Dokumentation aber als eine von mehreren Quellen für Titel-Links und og:site_name für den Website-Namen.

Nutzen ChatGPT und andere KI-Systeme Open Graph Tags?

Das ist nicht belegt. Weder OpenAI noch andere Anbieter dokumentieren öffentlich, dass OG-Tags die Auswahl von Quellen beeinflussen. Für KI-Antworten sind zugängliche, klar formulierte Inhalte der verlässlichere Hebel. OG-Tags sollten trotzdem zu Titel und Inhalt der Seite passen.

Warum zeigt Facebook noch das alte Vorschaubild?

Meta speichert Bilder anhand ihrer URL zwischen. Lege das neue Bild unter einer neuen URL ab, trage sie in og:image ein und lass die Seite im Sharing Debugger neu auslesen. Bereits geteilte Beiträge werden dadurch nicht automatisch aktualisiert.

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Über den Autor

Gorden WübbeG

AI Search Evangelist | Gründer von geo-tool.com | Mitgründer famefact

Gorden Wübbe misst, ob KI-Systeme wie ChatGPT, Perplexity, Gemini und Google AI Mode ein Unternehmen empfehlen, und zeigt, wie es auf diese Shortlist kommt. Als OpenAI die GPTs geöffnet hat, baute er als Erstes ein GEO-Tool und sicherte sich die Domain geo-tool.com. Daraus ist eines der ersten GEO-Tools im deutschsprachigen Raum entstanden.

Als Mitgründer der Berliner Agentur famefact baut er seit 2011 Marketing-Tools. Neue GEO-Hypothesen testet er zuerst auf einem eigenen Portfolio von über 200 Domains, bevor sie in Kundenprojekte gehen. Seine Überzeugung: Rankings sind kein Ziel mehr. Entscheidend ist, ob die KI ein Unternehmen nennt, wenn der Einkäufer fragt.

Ehemann. Vater von drei Kindern. Slowmad.

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