Kurz gesagt: Der kostenlose GEO Check prüft jetzt 37 statt 24 Signale. Neu ist vor allem alles, was mit Vertrauen zu tun hat: Wer steht hinter der Seite, wer hat den Text geschrieben, und darf eine KI überhaupt daraus zitieren? Dazu gibt es einen eigenen Check für YouTube-Videos. Wer im normalen Check einen YouTube-Link eingibt, landet automatisch dort. Beides ist frei nutzbar, ohne Konto.
Ich schreibe diesen Text nicht als Änderungsprotokoll. Mich interessiert, welche Fragen du mit dem Check jetzt beantworten kannst, die vorher offen blieben. Es sind vier.
1. Erkennt eine KI, wer hinter meiner Seite steht?
Ein Sprachmodell liest eine Seite ohne Vorwissen. Es sieht einen Text und muss entscheiden, ob es ihm trauen kann. Dafür sucht es nach Angaben, die sich überprüfen lassen: ein Unternehmen mit Namen, ein Mensch als Autor, eine Adresse, ein Impressum. Fehlen diese Angaben, bleibt die Seite ein anonymer Text unter vielen.
Der Check sieht deshalb jetzt nach drei Dingen:
- Unternehmen oder Person in den strukturierten Daten. Steht im Quelltext, wem die Seite gehört, und sind dort die offiziellen Profile verknüpft, etwa LinkedIn oder ein Wikipedia-Eintrag? Diese Verknüpfung ist der Weg, auf dem eine KI eine Marke wiedererkennt.
- Autor als Person. Bei Artikeln prüft der Check, ob ein Mensch mit Namen als Autor ausgewiesen ist. Bei Produktseiten oder Startseiten fragt er nicht danach, denn dort fehlt kein Autor.
- Links zu Impressum, Kontakt und Über-uns-Seite. Sie zeigen, wer für den Inhalt einsteht.
Auf der Startseite kommt eine vierte Prüfung dazu: Ist der Name der Website selbst ausgewiesen? Das klingt banal und fehlt erstaunlich oft.
2. Darf eine KI aus meiner Seite zitieren?
Bisher hat der Check geprüft, ob eine Seite indexiert werden darf. Das reicht nicht. Eine Seite kann indexierbar sein und trotzdem jedes Zitat verbieten. Die Anweisungen dafür heißen nosnippet und max-snippet:0. Sie stehen entweder im Quelltext oder, und das übersieht man leicht, in einem Antwort-Header des Servers. Im Browser ist dieser Header nicht zu sehen.
Der Check liest jetzt beide Stellen. Meldet er hier einen Fehler, ist das meist ein Versehen: eine Einstellung im SEO-Plugin oder eine alte Serverregel. Für KI-Antworten hat es dieselbe Wirkung wie eine unsichtbare Seite.
Aus der robots.txt liest der Check außerdem zwei weitere Dinge: ob dort eine Sitemap genannt ist, und ob Such- und KI-Agenten per Crawl-delay gebremst werden. Die meisten Agenten ignorieren diese Angabe, die übrigen finden neue Seiten langsamer.
3. Findet eine KI die Antwort auf meiner Seite?
Menschen stellen KI-Systemen ganze Fragen. Eine Seite, deren Überschriften solche Fragen aufgreifen, lässt sich ihnen leichter zuordnen. Der Check zählt deshalb, wie viele Zwischenüberschriften als Frage formuliert sind.
Dazu kommen zwei Prüfungen zur Gliederung. Springt die Seite von einer zweiten direkt auf eine vierte Überschriften-Ebene, reißt die Struktur, aus der Abschnitte herausgelöst werden. Und ist der Hauptinhalt im Quelltext als solcher ausgezeichnet, kann eine Maschine ihn von Navigation und Fußzeile trennen. Überschriften aus der Fußzeile zählt der Check dabei bewusst nicht mit.
Kleiner, aber sichtbar: Der Check prüft jetzt die Link-Vorschau. Fehlen Titel, Beschreibung und Bild für die Vorschau, erscheint eine verlinkte Quelle in einem Chat ohne alles. Und er prüft, ob die Sprache der Seite angegeben ist.
4. Und was ist mit meinem YouTube-Video?
Zuletzt haben Leute immer wieder YouTube-Links in den Website-Check eingegeben. Das Ergebnis war wertlos, denn bewertet wurde das Seitengerüst von YouTube, nicht das Video. Jetzt passiert etwas Sinnvolles: Wer einen Video-Link eingibt, landet im YouTube GEO Check.
Der Gedanke dahinter ist einfach. Für Suchantworten arbeitet eine KI vor allem mit Text. Sie liest Titel, Beschreibung, Kapitel und das Transkript. Ein aufwendig produziertes Video mit zwei Zeilen Beschreibung ist für sie fast leer.
Der Check bewertet zehn Punkte, darunter:
- Steht die Antwort in den ersten Sätzen der Beschreibung?
- Gibt es Kapitel mit Zeitmarken, sodass sich auf eine einzelne Stelle verweisen lässt?
- Hat der Kanal eigene Untertitel hochgeladen? Automatische Untertitel schreiben Marken- und Produktnamen regelmäßig falsch.
- Führt ein Link zu der Seite, auf der die Antwort ausgeschrieben steht?
- Ist der Titel so formuliert, wie Menschen fragen?
Wichtiger als die Zahl ist der Teil darunter. Zu jedem Punkt, der Punkte kostet, gibt es eine Anleitung in normaler Sprache: wo man in YouTube Studio klickt und was man schreibt. Die Anleitungen stehen in der Reihenfolge ihres Nutzens, mit einer groben Zeitangabe. Für Kapitel, den ersten Absatz, den Titel und den Link gibt es Vorlagen zum Kopieren. Die Kapitel-Vorlage passt sich an die Länge des Videos an.
Was der Check nicht kann
Der GEO Score beschreibt, wie gut eine Seite oder ein Video für Maschinen lesbar ist. Er sagt nicht, ob ChatGPT, Gemini oder Perplexity dich tatsächlich nennen. Das zeigt nur eine Messung der Antworten selbst.
Beim Video-Check gibt es zwei weitere Grenzen. Er liest den Inhalt des Transkripts nicht, er weiß also nicht, was im Video gesagt wird. Die Vorlagen sind deshalb Gerüste mit Platzhaltern. Und er erkennt nur, ob eigene Untertitel hochgeladen wurden. Ob automatische existieren, verrät YouTube nicht.
Bewusst weggelassen habe ich Prüfungen, die jede SEO-Software ohnehin macht und die mit KI-Antworten wenig zu tun haben: Favicon, Sicherheits-Header, Schriftarten. Eine höhere Zahl an Prüfungen macht einen Score nicht aussagekräftiger.
Womit ich anfangen würde
- Die eigene Startseite durch den kostenlosen GEO Check schicken und auf die Befunde zu Unternehmen, Autor und Zitier-Erlaubnis achten.
- Die wichtigste Seite prüfen, die eine Kundenfrage beantworten soll. Dort zählen Frage-Überschriften und Gliederung.
- Das meistgesehene Video in den YouTube GEO Check geben und mit der ersten Anleitung beginnen. Sie dauert meist fünf bis zehn Minuten.
Wie der Score im Einzelnen rechnet, steht auf der Seite So rechnet der GEO Check.
Häufige Fragen
Ändert sich mein bisheriger Score?
Ja, leicht. Durch die neuen Prüfungen verschieben sich Ergebnisse um wenige Punkte, in unseren Vergleichsseiten um null bis fünf nach unten. Die Reihenfolge zwischen guten und schwachen Seiten bleibt gleich.
Was bedeutet E-E-A-T im GEO Check?
Gemeint sind überprüfbare Angaben dazu, wer hinter einem Inhalt steht: Unternehmen oder Person in den strukturierten Daten mit verknüpften Profilen, ein namentlicher Autor bei Artikeln und Links zu Impressum, Kontakt und Über-uns-Seite.
Kann ich auch fremde YouTube-Videos prüfen?
Ja. Der Check nutzt nur öffentliche Angaben, die YouTube zu jedem Video ausgibt. Ein Zugriff auf den Kanal ist nicht nötig. Kanäle und Playlists prüft er nicht, nur einzelne Videos.
Kostet der YouTube GEO Check etwas?
Nein. Er ist wie der Website-Check frei nutzbar und braucht kein Konto.
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