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Kostenlose GEO-Tools: KI-Sichtbarkeit gratis prüfen

Welche kostenfreien Tools unterstützen bei der GEO-Optimierung?

Kostenlose GEO-Tools prüfen, ob KI-Suchsysteme wie ChatGPT, Perplexity oder Google AI Overviews Ihre Website lesen, verstehen und als Quelle zitieren können. Für den Einstieg reichen die Gratis-Werkzeuge von geo-tool.com (GEO-Check, KI-Crawler-Check, robots.txt- und llms.txt-Generator, Zitierfähigkeits-Test) plus Google Search Console, Bing Webmaster Tools und der Rich-Results-Test. Was kostenlos kaum geht: laufend messen, wie oft Ihre Marke in KI-Antworten genannt wird.

Zur Abgrenzung: GEO steht hier für Generative Engine Optimization, nicht für Geodaten, Karten oder GIS. Wer ein Werkzeug für Koordinaten oder Geocoding sucht, findet es in diesem Artikel nicht.

Was ein GEO-Tool prüft und was nicht

Damit eine KI-Antwort Ihre Seite zitiert, müssen drei Dinge stimmen. Erstens der Zugang: Die Crawler der KI-Anbieter dürfen die Seite abrufen. Zweitens das Verständnis: Inhalt, Überschriften und strukturierte Daten machen klar, worum es geht und wer dahintersteht. Drittens die Zitierfähigkeit: Einzelne Passagen beantworten eine Frage so knapp und belegt, dass ein Modell sie übernehmen kann. Die Forschungsarbeit, die den Begriff GEO geprägt hat (Aggarwal et al., 2023), zeigt, dass etwa Quellenangaben, Zitate und konkrete Zahlen die Sichtbarkeit einer Quelle in generierten Antworten erhöhen.

Diese drei Ebenen lassen sich kostenlos prüfen. Eine vierte Ebene, die Messung, ist schwieriger: Wie oft nennt ChatGPT Ihre Marke bei 50 typischen Kundenfragen, und wie ändert sich das über Monate? Dafür gibt es kaum brauchbare Gratis-Lösungen, dazu mehr weiter unten.

Die kostenlosen Tools von geo-tool.com

1. GEO-Check: der Startpunkt

Der kostenlose GEO-Check prüft eine URL auf technische und inhaltliche Voraussetzungen für KI-Antworten und fasst das Ergebnis in einem GEO Score von 0 bis 100 mit konkreten Maßnahmen zusammen. Sinnvoll für die Startseite und die zwei, drei Seiten, mit denen Sie Umsatz machen.

2. KI-Crawler-Check

Viele Websites sperren KI-Crawler, ohne es zu wissen, etwa durch eine alte Sicherheitsregel oder eine Vorlage des Hosters. Im KI-Crawler-Check fügen Sie Ihre robots.txt ein und sehen für GPTBot, ClaudeBot, PerplexityBot, Google-Extended und weitere Crawler, ob sie die Seite lesen dürfen. Die Prüfung läuft im Browser, es wird nichts hochgeladen.

3. robots.txt-Generator für KI-Crawler

Wenn Sie die Regeln neu festlegen wollen, wählen Sie im robots.txt-Generator aus, welche KI-Crawler lesen dürfen, und kopieren die fertige Datei. Zu jedem Bot steht eine Zeile Erklärung. Wichtig ist die Unterscheidung zwischen Such- und Trainings-Crawlern: OpenAI dokumentiert zum Beispiel OAI-SearchBot für die Suche in ChatGPT und GPTBot für das Training getrennt. Sie können also Training ablehnen und trotzdem in ChatGPT-Suchantworten auftauchen.

4. llms.txt-Generator

Der llms.txt-Generator erzeugt eine Übersichtsdatei mit Beschreibung Ihrer Website und den wichtigsten Seiten. Unsere Einschätzung: nett zu haben, aber kein Hebel mit Priorität. llms.txt ist ein Vorschlag, kein verbindlicher Standard, und Google nennt in seiner Dokumentation zu KI-Funktionen in der Suche keine zusätzlichen technischen Anforderungen für AI Overviews über die normale Indexierbarkeit hinaus.

5. Zitierfähigkeit prüfen

Im Zitierfähigkeits-Test fügen Sie einen Textabschnitt oder das HTML einer Seite ein. Bewertet werden sechs Merkmale, die darüber entscheiden, ob eine Passage übernommen werden kann, darunter eine Antwort im ersten Absatz, Listen, Tabellen, Belege und Aktualität. Die Logik ist dieselbe wie im GEO Score. Nützlich, bevor Sie einen Artikel veröffentlichen oder überarbeiten.

Kostenlose Werkzeuge von Google, Bing und Schema.org

Google Search Console

Die Search Console bleibt die Basis: Nur indexierte Seiten können in AI Overviews erscheinen. Nutzen Sie die URL-Prüfung für Ihre wichtigsten Seiten und den Leistungsbericht, um lange, als Frage formulierte Suchanfragen zu finden. Beachten Sie die Grenze: Google zählt Auftritte in KI-Funktionen im normalen Web-Bericht mit und weist sie nicht getrennt aus.

Bing Webmaster Tools

Microsoft Copilot baut auf der Bing-Suche auf. Wer in Bing schlecht indexiert ist, fehlt dort auch als Quelle. In den Bing Webmaster Tools prüfen Sie Indexierung und Crawling-Fehler und können URLs direkt einreichen.

Rich-Results-Test und Schema.org-Validator

Strukturierte Daten (JSON-LD) sagen Maschinen eindeutig, was eine Seite ist: Organisation, Produkt, Artikel, Autor. Der Rich-Results-Test zeigt, ob Google Ihr Markup lesen kann. Der Schema.org-Validator prüft auch Typen, für die Google kein Rich Result anbietet.

ChatGPT, Perplexity und Gemini in der Gratis-Version

Das ehrlichste Messinstrument ist die KI selbst. Die kostenlosen Versionen reichen für Stichproben, wie im nächsten Abschnitt beschrieben.

Überblick: welches Tool wofür

ToolPrüftWann einsetzen
GEO-CheckTechnische und inhaltliche Voraussetzungen, GEO ScoreAls Erstes, für die wichtigsten Seiten
KI-Crawler-CheckOb die robots.txt KI-Crawler sperrtEinmal jetzt, danach nach jeder Änderung an der robots.txt
robots.txt-GeneratorErzeugt Regeln für KI-CrawlerWenn Sie Such- und Trainings-Crawler unterschiedlich behandeln wollen
llms.txt-GeneratorErzeugt eine Übersichtsdatei für SprachmodelleOptional, wenn die Basis steht
Zitierfähigkeits-TestOb eine Passage übernommen werden kannVor Veröffentlichung oder Überarbeitung eines Textes
Google Search ConsoleIndexierung, Suchanfragen, KlicksLaufend
Bing Webmaster ToolsIndexierung in Bing (Basis für Copilot)Einmal einrichten, monatlich prüfen
Rich-Results-Test / Schema-ValidatorStrukturierte DatenNach jeder Änderung am Markup

Manueller KI-Test: Sichtbarkeit ohne Budget messen

Ohne Monitoring-Tool können Sie trotzdem einen belastbaren Ausgangswert erheben. So gehen Sie vor:

  1. 10 Fragen notieren, die Ihre Kunden vor einer Kaufentscheidung stellen. Nicht nach Ihrer Marke fragen, sondern nach dem Problem.
  2. Jede Frage in ChatGPT, Perplexity, Gemini und in der Google-Suche stellen (dort auf eine AI Overview achten). Möglichst ohne eingeloggte Verlaufsdaten, etwa im privaten Fenster.
  3. In einer Tabelle festhalten: Wird Ihre Marke genannt? Wird Ihre Seite als Quelle verlinkt? Welche Wettbewerber und welche Drittquellen tauchen auf?
  4. Nach vier Wochen wiederholen, mit exakt denselben Formulierungen.

Beispiele für solche Fragen, hier für einen Anbieter von Zeiterfassungssoftware:

  • „Welche Zeiterfassung eignet sich für ein Handwerksunternehmen mit 20 Mitarbeitern?“
  • „Was muss eine Arbeitszeiterfassung in Deutschland rechtlich erfüllen?“
  • „Vergleiche Zeiterfassungs-Apps mit DATEV-Schnittstelle.“

Die Grenzen sind klar: KI-Antworten schwanken von Abfrage zu Abfrage, und zehn Fragen sind eine Stichprobe. Für eine erste Standortbestimmung reicht das. Besonders aufschlussreich ist die Spalte mit den Drittquellen: Sie zeigt, welche Vergleichsseiten, Foren oder Fachmedien die KI für Ihr Thema heranzieht, und damit, wo Ihre Marke erwähnt sein sollte.

In 60 Minuten zum ersten Befund

  1. GEO-Check für Startseite und wichtigste Leistungsseite laufen lassen, Maßnahmen notieren.
  2. robots.txt im KI-Crawler-Check prüfen. Gesperrte Such-Crawler sind der häufigste und am schnellsten behobene Fehler.
  3. In der Search Console per URL-Prüfung bestätigen, dass beide Seiten indexiert sind.
  4. Beide Seiten durch den Rich-Results-Test schicken. Fehlt ein Organization- oder Product-Markup, auf die Liste setzen.
  5. Den ersten Absatz Ihrer wichtigsten Seite in den Zitierfähigkeits-Test kopieren. Beantwortet er die Kernfrage in zwei, drei Sätzen?
  6. Den manuellen KI-Test mit den ersten fünf Fragen starten.

Wo kostenlose Tools aufhören

Die Gratis-Werkzeuge beantworten die Frage „Kann eine KI meine Seite nutzen?“. Sie beantworten nicht zuverlässig „Nutzt sie sie auch, und öfter als bei der Konkurrenz?“. Dafür braucht es wiederholte Abfragen über viele Fragen und mehrere KI-Systeme, mit Verlauf und Wettbewerbsvergleich. Das leistet unser KI-Sichtbarkeits-Tool (Preis auf Anfrage). Einen Marktüberblick über kostenpflichtige Monitoring-Lösungen finden Sie in unserem GEO-Tools-Vergleich.

Unsere Empfehlung: Starten Sie mit den kostenlosen Checks und dem manuellen Test. Erst wenn die technischen Grundlagen stehen und Sie wissen, welche Fragen für Ihr Geschäft zählen, lohnt sich ein bezahltes Monitoring.

Häufige Fragen zu kostenlosen GEO-Tools

Gibt es ein kostenloses GEO-Tool?

Ja. Der GEO-Check von geo-tool.com prüft ohne Kosten die technischen und inhaltlichen Voraussetzungen einer Seite für KI-Antworten und gibt einen GEO Score mit Maßnahmen aus. Ergänzend sind KI-Crawler-Check, robots.txt-Generator, llms.txt-Generator und der Zitierfähigkeits-Test kostenlos, ebenso Google Search Console, Bing Webmaster Tools und der Rich-Results-Test.

Was bedeutet GEO bei GEO-Tools?

GEO steht hier für Generative Engine Optimization: die Optimierung von Inhalten, damit KI-Systeme wie ChatGPT, Perplexity, Gemini oder Google AI Overviews sie finden, verstehen und als Quelle zitieren. Mit Geodaten, Karten oder GIS-Software hat der Begriff in diesem Zusammenhang nichts zu tun.

Kann ich kostenlos prüfen, ob ChatGPT meine Marke nennt?

Stichprobenartig ja: Stellen Sie typische Kundenfragen in der kostenlosen Version von ChatGPT, Perplexity und Gemini und protokollieren Sie, ob Ihre Marke genannt und verlinkt wird. Eine laufende, reproduzierbare Messung über viele Fragen und mehrere KI-Systeme leisten kostenlose Tools nicht.

Welche KI-Crawler sollte ich in der robots.txt zulassen?

Das hängt davon ab, was Sie wollen. OpenAI trennt zum Beispiel OAI-SearchBot (Suche in ChatGPT) von GPTBot (Training). Wer in KI-Suchantworten auftauchen will, sollte die Such-Crawler nicht aussperren. Der KI-Crawler-Check zeigt, welche Crawler Ihre aktuelle robots.txt blockiert.

Brauche ich eine llms.txt?

Sie ist optional. llms.txt ist ein Vorschlag für eine Übersichtsdatei für Sprachmodelle, kein verbindlicher Standard, und Google nennt für AI Overviews keine zusätzlichen technischen Anforderungen. Die Datei ist schnell erstellt und schadet nicht, ersetzt aber keine crawlbaren, gut strukturierten Seiten.

Reicht die Google Search Console für GEO?

Für die Grundlage ja: Sie zeigt, ob Ihre Seiten indexiert sind und für welche Suchanfragen sie erscheinen. Klicks und Impressionen aus AI Overviews weist sie aber nicht getrennt aus, und über ChatGPT oder Perplexity sagt sie nichts. Dafür brauchen Sie manuelle Tests oder ein Monitoring-Tool.

Für die Einordnung dieser Maßnahme in Technik, Inhalte und Messung lesen Sie unseren GEO-Guide zur KI-Sichtbarkeit.

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Über den Autor

Gorden WübbeG

AI Search Evangelist | Gründer von geo-tool.com | Mitgründer famefact

Gorden Wübbe misst, ob KI-Systeme wie ChatGPT, Perplexity, Gemini und Google AI Mode ein Unternehmen empfehlen, und zeigt, wie es auf diese Shortlist kommt. Als OpenAI die GPTs geöffnet hat, baute er als Erstes ein GEO-Tool und sicherte sich die Domain geo-tool.com. Daraus ist eines der ersten GEO-Tools im deutschsprachigen Raum entstanden.

Als Mitgründer der Berliner Agentur famefact baut er seit 2011 Marketing-Tools. Neue GEO-Hypothesen testet er zuerst auf einem eigenen Portfolio von über 200 Domains, bevor sie in Kundenprojekte gehen. Seine Überzeugung: Rankings sind kein Ziel mehr. Entscheidend ist, ob die KI ein Unternehmen nennt, wenn der Einkäufer fragt.

Ehemann. Vater von drei Kindern. Slowmad.

GEO Quick-Tipps
  • Strukturierte Daten für AI-Crawler
  • Klare Fakten & Statistiken einbauen
  • Zitierbare Snippets formulieren
  • FAQ-Sektionen integrieren
  • Expertise & Autorität zeigen