Welches Tool zeigt mir meine Sichtbarkeit in ChatGPT und Perplexity?
Mit Thomas Sander und Gorden Wübbe

Profound ist ein real existierendes Enterprise-Tool, das die eigene Marken-Sichtbarkeit in bis zu neun KI-Plattformen gleichzeitig trackt – darunter ChatGPT, Perplexity, Claude und Gemini. Daneben existieren weitere verifizierte Tools wie Otterly.ai, Peec AI und der Semrush AI Toolkit, die unterschiedliche Budgets und Unternehmensgrößen abdecken. Angesichts der extremen Volatilität von KI-Zitierungen – Reddits Citation-Share in ChatGPT kollabierte im August 2026 innerhalb von vier Tagen um 86 % – ist kontinuierliches Monitoring kein Nice-to-have, sondern eine strategische Notwendigkeit.
Quellen dieser Folge
- Gartner Pressemitteilung (März 2026): '67% of B2B Buyers Prefer a Rep-Free Experience'
- Gartner Pressemitteilung (Mai 2026): '69% of B2B Buyers Turn to Sales Reps to Validate AI-Generated Insights'
- BusinessWire (20. Mai 2026): Gartner Survey
- 6sense Buyer Experience Report 2025 (Originalquelle)
- 6sense: Impact of GenAI and LLMs on B2B Buyer Research
- communicode.com: GEO-Studienzahlen (Aug. 2026)
- zoda-media.de: GEO & KI-SEO für B2B (Juli 2026)
- webnique.de: KI-Suchoptimierung für B2B (Juni 2026)
- marktwirtschaft.at: KI-Suche, GEO und LLMs (Aug. 2026)
- integrate.io: Best AI Visibility Tracking Tools (2026)
- frase.io: 10 Best AI Visibility Tools in 2026
- amplitude.com: 12 Best AI Visibility Monitoring Tools in 2026
- seoptimer.com: Best Software for AI Visibility in Search (2026)
- okara.ai: Best AI Visibility Tools (2026): GEO Trackers Compared
- alhena.ai: Best AI Brand Visibility Tracking Tools & Software (2026)
- Semrush Blog: Most-Cited Domains in AI (3-Month Study)
- Semrush Blog: Reddit's citations in ChatGPT fall from 3.8% to 0.5% (Aug. 2026)
- saasintelligence.substack.com: Reddit's AI Citation Share Just Grew 73%
- readyt.ai: Reddit AI Search Statistics 2026
- developmentcorporate.com: 94% of B2B Buyers Now Use LLMs
- smartmarketer.net: The 2025 B2B Buyer Experience Report
- digitalapplied.com: AI Visibility Tools 2026
- biztechreports.com: Gartner Survey B2B Buyers (Juni 2026)
Transkript
0:00 Einleitung
THOMAS: Kurzer Hinweis vorab: Die Stimmen in dieser Folge sind KI-generiert. Ich bin die KI-Stimme von Thomas Sander, mein Gesprächspartner ist die KI-Stimme von Gorden Wübbe. Die Inhalte kommen vom geo-tool.com-Team.
0:19 Wake-Up Call
THOMAS: Gorden, ich starte direkt mit einer Zahl, die mich ehrlich gesagt selbst überrascht hat. 94 Prozent der B2B-Käufer nutzen bereits Large Language Models im Kaufprozess. Das ist keine Prognose – das ist der 6sense Buyer Experience Report aus 2025, rund 4.000 Befragte weltweit. Gartner hat 2024 zusätzlich prognostiziert, dass klassische Suchanfragen bis 2026 um 25 Prozent zurückgehen – unabhängige Quellen weisen allerdings darauf hin, dass dieser Rückgang so drastisch nicht eingetreten ist. Wie ernst nehmt ihr das in der Praxis?
GORDEN: Sehr ernst – und die meisten Unternehmen nehmen es noch nicht ernst genug. Die Kernfrage ist simpel: Wenn ein Einkäufer ChatGPT fragt, welche Anbieter für seine Anforderung infrage kommen, und dein Unternehmen taucht nicht auf – dann bist du aus dem Rennen, bevor das erste Gespräch stattfindet. 6sense hat noch einen zweiten Befund veröffentlicht, der das schärfer macht. 77 Prozent der B2B-Käufer kaufen am Ende beim Anbieter, den sie schon vor dem ersten Vertriebskontakt favorisiert haben. Die Vorauswahl passiert also längst, bevor jemand deine Website besucht oder dein Vertrieb anruft. KI-Systeme sind genau da inzwischen ein zentrales Werkzeug.
2:18 Das Monitoring-Problem
THOMAS: 77 Prozent – das heißt, drei von vier Deals sind in dieser Phase schon entschieden. Und jetzt die naheliegende Gegenfrage: Wie merkt ein Unternehmen überhaupt, dass es in KI-Antworten nicht vorkommt? Und warum reicht es nicht, das einfach ab und zu manuell nachzuschauen?
GORDEN: Die ehrliche Antwort auf den ersten Teil: Die meisten Unternehmen merken es gar nicht – bis sie im Vertrieb hören, dass Interessenten mit einer fertigen Shortlist auftauchen, auf der sie nicht stehen. Das ist das erste Symptom. Und der Reflex ist dann, einmal in ChatGPT zu fragen. Aber genau das reicht nicht, und hier ist warum: Ein manueller Check ist strukturell blind. Und das ist kein Meinungsurteil, sondern ein technisches Faktum.
GORDEN: KI-Antworten sind nicht-deterministisch. Das bedeutet: Dieselbe Frage, gestellt zur gleichen Zeit, liefert unterschiedliche Antworten. Je nach Formulierung, je nach Modellversion, je nach Zeitpunkt. Du kannst heute fragen „Welche CRM-Anbieter empfiehlst du für mittelständische Fertigungsunternehmen?" und morgen eine komplett andere Liste bekommen. Ein Snapshot ist damit wertlos als Datenbasis. Und wie volatil das wirklich ist, zeigt ein konkretes Beispiel aus Semrush-Daten. Reddit war in ChatGPT-Antworten eine der meistzitierten Quellen überhaupt. Innerhalb von vier Tagen brach dieser Anteil um 86 Prozent ein. Von 3,8 Prozent auf 0,5 Prozent. In vier Tagen. Wenn das mit einer Plattform wie Reddit passiert, die Millionen von Inhalten hat – dann kann dasselbe deiner Unternehmenswebsite passieren, und du merkst es nicht.
3:36 Der Marktüberblick
THOMAS: Das ist tatsächlich ein drastisches Beispiel. Ich glaube, viele Geschäftsführer denken gerade: „Okay, ich verstehe das Problem. Aber welche Tools gibt es überhaupt, die das lösen?" Was existiert wirklich auf dem Markt?
GORDEN: Gute Frage – und die Betonung auf „wirklich" ist wichtig. Es kursieren im Netz einige Tool-Namen, die sich bei näherer Prüfung nicht als reale Produkte verifizieren lassen. Ich nenne nur Tools, die unabhängig belegt sind.
GORDEN: Es gibt fünf Tools, die ich dir mit gutem Gewissen nennen kann. Erstens: Profound. Das ist die Enterprise-Lösung. Profound überwacht laut eigener Website bis zu neun KI-Plattformen gleichzeitig – darunter ChatGPT, Perplexity, Claude und Gemini. Profound selbst nennt auf der eigenen Website keinen festen Monatspreis – nur einen kostenlosen Testzeitraum und danach ein individuelles Angebot. Zweitens: Otterly.ai. Das ist der Einstieg. Unabhängige Quellen nennen rund 29 US-Dollar pro Monat als Startpreis. Drittens: Peec AI. Ebenfalls ein spezialisiertes Monitoring-Tool für AI-Sichtbarkeit – in Vergleichsartikeln wird es häufig im mittleren Marktsegment zwischen Otterly.ai und Profound eingeordnet. Viertens: das Semrush AI Toolkit. Interessant für alle, die SEO und AI-Monitoring nicht trennen wollen, sondern in einer Oberfläche steuern. Und fünftens: Ahrefs Brand Radar. Ahrefs hat ihre bekannte SEO-Plattform um AI-Visibility-Daten erweitert. Das sind die fünf, die ich mit Quellenbelegen hinterlegen kann.
4:54 Tool-Vergleich in der Praxis
THOMAS: Das ist schon eine gute Auswahl. Aber ich höre sofort die nächste Frage aus der Zuhörerschaft: Welches Tool ist für wen? Was sind die konkreten Unterschiede im Alltag?
GORDEN: Der entscheidende Unterschied ist die Anforderung, nicht das Budget.
THOMAS: Wie meinst du das – erst die Anforderung, dann das Budget?
GORDEN: Profound wählt man, wenn man ein Enterprise-Team hat, das mehrere Marken, mehrere Märkte und mehrere KI-Plattformen gleichzeitig beobachten will. Wenn dein Unternehmen in fünf Ländern aktiv ist und wissen will, wie es in ChatGPT, Perplexity und Gemini gleichzeitig dasteht – dann ist Profound die richtige Infrastruktur. Otterly.ai ist der logische Einstiegspunkt für KMU. Überschaubares Budget, klare Oberfläche, direkte Ergebnisse. Wer noch nie AI-Monitoring gemacht hat, fängt hier an. Kein fünfstelliger Enterprise-Vertrag. Kein halbes Jahr Implementierung. Und eine Erwartung muss ich korrigieren, die ich immer wieder höre: Wer nach sieben Tagen messbare Effekte erwartet, wird enttäuscht sein. Realistisch sind vier bis acht Wochen kontinuierliches Monitoring. Wer nach einer Woche aufgibt, weil „nichts passiert ist", hat das Prinzip nicht verstanden. Das Semrush AI Toolkit empfehle ich Teams, die bereits mit Semrush arbeiten. Der Vorteil: Man muss kein neues Tool einführen, keine neue Datenbasis aufbauen. SEO-Daten und AI-Visibility-Daten laufen zusammen. Peec AI und Ahrefs Brand Radar schließen den Markt nach oben und unten ab – je nachdem, wie tief du in die Daten willst und welche bestehende Tool-Infrastruktur du schon hast.
6:22 Von Daten zu Maßnahmen
THOMAS: Das führt mich direkt zur nächsten Frage. Die Tools liefern Daten – aber was macht ein Unternehmen dann damit? Was ist der eigentliche Hebel?
GORDEN: Der Hebel ist Relevanz in den richtigen Quellen. Lass mich das konkret machen.
THOMAS: Und warum ist das gerade im B2B so kritisch?
GORDEN: Weil eine Gartner-Erhebung mit 645 befragten B2B-Käufern zeigt, wie komplex Kaufprozesse geworden sind. Im Schnitt ziehen sie sieben verschiedene Informationsquellen heran, bevor sie eine Entscheidung treffen. Und 45 Prozent haben dabei bereits generative KI genutzt – zur Recherche über Anbieter, Produkte, Alternativen. Das bedeutet: KI ist nicht eine von sieben Quellen. KI ist der Filter, der entscheidet, welche anderen sechs Quellen überhaupt noch konsultiert werden. Wer dort nicht vorkommt, existiert in diesem Kaufprozess schlicht nicht.
THOMAS: Das ist ein starkes Bild. Lass mich kurz zusammenfassen, was wir bisher hatten – und dann bitte ich dich um eine klare Handlungsempfehlung.
THOMAS: Aber ich kenne die Gegenreaktion von Geschäftsführern: Vier Wochen, ein Tool, ein Artikel – und dann? Woran erkenne ich, dass sich das rentiert?
GORDEN: Der konkrete Maßstab ist die Häufigkeit deiner Erwähnungen in KI-Antworten. Du startest mit einer Baseline: Wie oft taucht dein Unternehmen heute in relevanten Antworten auf? Nach vier Wochen vergleichst du. Mehr Erwähnungen, in mehr Kontexten, bei mehr Frageformulierungen – das ist der messbare Fortschritt. Kein Umsatzziel nach vier Wochen, aber ein klares Signal, ob du Richtung Sichtbarkeit bewegst oder stillstehst.
GORDEN: Der erste Schritt ist nicht das perfekte Tool. Der erste Schritt ist, überhaupt anzufangen.
THOMAS: Das klingt nach wenig Aufwand.
GORDEN: Der Aufwand ist nicht das Problem. Das Problem ist, dass die meisten trotzdem warten. Sie warten auf die perfekte Strategie, das perfekte Budget, den perfekten Moment. Und in dieser Zeit laufen Wettbewerber, die schon monitoren, einfach weiter vor. Noch eine Zahl, die das konkret macht. Gartner hat mit 645 B2B-Käufern erhoben: 69 Prozent wenden sich an Vertriebsmitarbeiter, um KI-generierte Informationen zu validieren. Das klingt erstmal wie eine Entlastung – der Mensch prüft ja noch nach. Aber dreh es um. Das bedeutet: Der Käufer kommt mit einer KI-generierten Vorauswahl ins Gespräch. Und wenn dein Unternehmen in dieser Vorauswahl fehlt, bist du in diesem Gespräch kein Thema mehr.
7:46 Fazit und erster Schritt
THOMAS: Also konkret: Was tun?
GORDEN: Drei Schritte, klar gestaffelt. Erstens: Fang mit einem Einstiegstool an. Otterly.ai, rund 29 US-Dollar im Monat, unabhängig belegt, direkt nutzbar. Kein Enterprise-Vertrag, keine sechsmonatige Implementierung. Einfach starten. Zweitens: Beobachte vier Wochen. Nicht sieben Tage – vier Wochen. Sammle Daten, welche Fragen gestellt werden, welche Quellen zitiert werden, wo Wettbewerber sichtbar sind. Drittens: Leite daraus eine Content-Maßnahme ab. Eine einzige. Den Artikel, das Whitepaper, den Gastbeitrag, der die Lücke schließt, die dein Monitoring zeigt. Wer das konsequent wiederholt, baut AI-Sichtbarkeit auf. Wer wartet, verliert sie.
THOMAS: Gorden, danke. Das war präzise und umsetzbar – genau das, was ich mir erhofft hatte. Alle verifizierten Tools, die wir heute genannt haben – Profound, Otterly.ai, Peec AI, das Semrush AI Toolkit und Ahrefs Brand Radar – findet ihr in den Shownotes mit direkten Links. Und wer sofort loslegen will: Auf geo-tool.com gibt es einen kostenlosen Test, der dir zeigt, wie sichtbar dein Unternehmen in KI-Antworten heute schon ist. Nächste Woche schauen wir uns an, wie du Content konkret optimierst, damit KI-Systeme dich zitieren. Bis dann.